Luftverbrauch beim Tauchen

Luftverbrauch beim Tauchen

Luft und Blasen beim Tauchen
Inhaltsverzeichnis

Wie optimiere ich meinen Luftverbrauch beim Tauchen?

Wer sich mit dem Tauchen auseinander gesetzt hat, weiß, dass es nicht unbedingt ein günstiges Hobby ist. Daher möchte man natürlich das Maximum aus jedem Tauchgang herausholen. Leider passiert es oft, dass man den Tauchgang frühzeitig abbrechen muss, da einem die Atemluft zu schnell ausgeht. So ging es uns früher immer. Sadin hat regelmäßig zu viel Atemluft verbraucht. Wir möchten dir mit diesem Blogbeitrag dazu verhelfen zu verstehen durch welche Gegebenheiten solch ein hoher Luftverbrauch beim Tauchen entsteht und wie man ihn verringern kann.

Luftverbrauch beim Tauchen - die Fakten

Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass jeder Mensch ein Individuum ist und unterschiedliche physische Voraussetzungen hat. Sportlich, unsportlich, Raucher und Nichtraucher, all diese Dinge fließen sicherlich in diese Voraussetzungen ein. Müssen aber kein Hindernis sein.

Je erfahrener der Taucher umso entspannter ist er. Wenn man entspannt ist, dann atmet man auf natürliche Art und Weise langsam und tief. Aufregung und hektische Bewegungen kosten den Körper wertvolle Energie und verbrauchen mehr Atemluft. Aber auch der Zustand der verwendeten Tauchausrüstung, sowie die Ausrüstung selbst, kann einen Einfluss auf den Luftverbrauch haben.

Die wichtigste Regel beim Tauchen ist: „Halte niemals die Luft an“.  Durch das regelmäßiges Atmen findet der Druckausgleich in der Lunge statt. Wichtig ist immer auf natürliche weise langsam und tief zu atmen. Sowohl beim Einatmen als auch beim Ausatmen.

Du weißt bereits, dass dein Luftverbrauch immer höher ist als der, der anderen? Dann frag am besten nach einer größeren Pressluftflasche. In der Regel sollten 15 Literflaschen vorhanden sein, diese kosten dich möglicherweise etwas mehr, jedoch ist der Mehrwert beim Tauchen unbezahlbar.

Nachfolgend möchten wir dir ein paar TIPPS aus eigener Erfahrung mitgeben, wie du deinen Luftverbrauch beim Tauchen reduzieren kannst.

Unsere SMART Tipps | Luftverbrauch beim Tauchen

1. Übung macht den Meister

Je mehr Zeit du unter Wasser verbringst umso mehr Erfahrung sammelst du. Deine Bewegungen werden geringer und deine Technik dich mit möglichst wenig Anstrengung fortzubewegen wird besser. Dadurch sparst du Atemluft und Energie. 

2. Ruhig atmen

Die  Atmung ist einer der entscheidenden und wichtigsten Faktoren um Atemluft zu sparen. „Langsames, tiefes Atmen ist der Schlüssel zum Erhalt der Atemluft“, sagt Kell Levendorf, Ermittler für Tauchunfälle von der Dive & Marine Consultants International.

Atme langsam und konstant ein aber nur so viel nötig. Wenn du schnell und tief einatmest, gerät dein Körper in Stress und Stress bedeutet zu viel unnötige Atemluft zu verlieren.

3. Die korrekte Bleimenge

Gerade im Urlaub wird man oft schnell und falsch beraten. Die Tauchzentren im Massenbetrieb geben ihren Gästen lieber zu viel als zu wenig Blei aus. Wenn du aber zu viel Blei mit dir führst, muss du diese auch entsprechend bewegen und brauchst dazu mehr Kraft und Atemluft, was sich wiederrum auf den Luftverbrauch beim Tauchen auswirkt. Zusätzlich wir die Tarierung schwerfälliger. Sobald du nicht waagrecht tauchen kannst, trägst du zu viel Blei am Körper.

Nachfolgend die wichtigsten Parameter zur Bestimmung der korrekten Bleimenge
– Salz- oder Süßwasser
– Neoprenstärke in Millimeter
– Bleimenge in Kilogramm
– Alutank oder Stahltank
– Tankgröße in Litern

Erfahrungsgemäß haben wir folgende Faustregel zur Bestimmung der richtigen Bleimenge:

Nachdem du die ausgewählte Bleimenge und deine Ausrüstung angelegt hast, kannst du im Wasser kontrollieren ob die Bleimenge für dich optimal ausgewählt wurde.

Anschließend springst du mit kompletter Ausrüstung und vollem Tank ins Wasser. Dabei solltest du folgende Punkte durchführen um herauszufinden ob du die korrekte Bleimenge am Körper trägst.

  1. Entleere dein Jacket komplett. (Nachdem du ins Wasser gesprungen bist)
  2. Atme ein und halte die Luft an.
  3. Bei angehaltenem Atem solltest du ungefähr bis auf Augenhöhe im Wasser sein.
  4. Beim Ausatmen solltest du langsam beginnen zu sinken

Falls alle Punkte auf dich zutreffen hast du die optimale Bleimenge am Körper. Jedoch solltest du bedenken noch 1-2kg zusätzlich mitzunehmen. Dieses zusätzliche Gewicht soll dir am Ende deines Tauchgangs helfen nicht unkontrolliert Aufzutauchen. Das Volumen der Pressluftflasche ändert sich während des Tauchgangs nicht, allerdings die enthaltene Atemluftmenge und damit deren Gewicht. Somit hat die Pressluftflasche zum Ende des Tauchgangs weniger Abtrieb als zu Beginn.

4. Perfekte Tarierung | Luftverbrauch beim Tauchen

Tarierung bedeutet eigentlich nichts anderes als „schweben“, Je besser du die perfekte Tarierung beherrschst umso entspannter sind deine Tauchgänge, denn wer benötigt schon Anstrengung beim Schweben.

Beim Tauchen bedeutet tarieren nichts anders als der Ausgleich von Auftrieb (steigen) und dem Abtrieb (sinken). Wer die Tarierung beherrscht kann durch korrektes ein- und ausatmen in der gewünschten Position schweben. Sobald du dein Jacket immer wieder mit Atemluft füllst wären wir wieder bei der Frage ob du die für dich passende Bleimenge trägst.

5. Fühle dich wohl

Unwohlsein verändert unsere Atemfrequenz, das Herz schlägt schneller und der Körper verbraucht mehr Energie. Stelle zuvor sicher, dass du dich mit deinem Tauchlehrer und der gesamten Situation wohl fühlst. Höre beim Briefing (Tauchgangs-Vorbesprechung) genau zu und wenn du Fragen hast scheue dich nicht diese zu stellen, egal wie banal sie für dich sein mögen. Falls der Tauchlehrer kein ausführliches Briefing macht, dann bestehe darauf. Denn nur so kriegst du die nötigen Informationen über das, was dir bevorsteht. Vorbereitung ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Ein ausführliches Briefing sollte Bestandteil einer guten Tauchschule sein. Denke dran, je entspannter du bist umso geringer ist dein Luftverbrauch beim Tauchen. Mehr Atemluft bedeutet mehr Zeit untert Wasser. 

6. Energie sparen

Wie spart man Energie beim Tauchen? Ganz einfach, indem man entspannt ist, die richtige Bleimenge dabei hat und die Tarierung perfekt beherrscht. Klingt natürlich alles total einfach. Aber natürlich brauchen diese Dinge Zeit und Übung sowie einen guten Lehrer. Bis dahin reicht es schon, wenn du einige dieser Dinge beherrschst. Damit du Energie unter Wasser sparst, solltest du dich vom Wasser tragen lassen. Hektisches paddeln und der Versuch mit deiner Tauchausrüstung zu schwimmen, kosten dich viel zu viel Energie und sind unnötig. Nutze lediglich deine Flossen um dich Fortzubewegen, das spart Kraft und Atemluft.

7. Achte auf die Tiefe

Je tiefer du tauchst und je länger du in der Tiefe bist umso mehr Atemluft verbrauchst du. Achte stets darauf in deiner Gruppe nicht immer am tiefsten zu tauchen, denn bereits einige Meter machen einen großen Unterschied beim Atemluftverbrauch. Zudem ist eine gute Planung des Tauchgangs immer wichtiger als der Tiefenrausch.

8. Tauche wie ein Frosch

Der Perfekte Flossenschlag kann dich von einem wedelnden und ausgelaugten Taucher zu einem Überflieger unter Wasser machen. Mit dieser sogenannten „Froschtechnik“ verbrauchst du weniger Energie und Atemluft und gleitest entspannt durch die Unterwasserwelt. Wie genau erfährst du im folgenden Video.

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Wir hoffen mit diesen paar SMART-Tipps von uns, dass du demnächst deinen Luftverbrauch beim Tauchen reduzieren wirst. Wir würden uns über einen Kommentar sehr freuen.

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